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Beschreibung des Arzneimittels: Ornidum (Ornidum)

ORNID (Ornidum).

Ortho-Brombenzyl-N-ethyldimethylammoniumbromid.

Ähnliche paratoluolsulfonate (oder Tosylate) werden im Ausland unter den Namen Bretylan, Bretylat, Bretylin, Bretylii tosilas, Bretyliumtosilat, Darenthin usw. hergestellt.

Geschmackloses weißes kristallines Pulver. Leicht löslich in Wasser, Alkohol. Hygroskopisch.

Ornid gehört zur Gruppe der Sympatholytika (siehe Octadin, Reserpin). Es hat jedoch eine ausgeprägte antiarrhythmische Aktivität.

Entsprechend dem Mechanismus der sympatholytischen Wirkung unterscheidet sich Ornid von Reserpin und Octadin. Die sympatholytische Wirkung ist mit einer Blockierung der Freisetzung von Noradrenalin aus den präsynaptischen Nervenenden und in diesem Zusammenhang mit einer Abnahme der Wirkung des Neurotransmitters auf adrenerge Rezeptoren verbunden. Ornid hat keine direkte Blockierungswirkung auf adrenerge Rezeptoren.

Ornid wird hauptsächlich als Antiarrhythmikum verwendet. Es verlängert die Refraktärzeit und ist besonders wirksam bei Arrhythmien ventrikulären Ursprungs.

Bis zu einem gewissen Grad ist die antiarrhythmische Wirkung von Ornid auf die Abschwächung der adrenergen Wirkung auf das Myokard zurückzuführen. Es wird auch vorgeschlagen, dass die antifibrillatorische Wirkung von Ornid (und anderen Sympatholytika) auf der Blockade der Kaliumkanäle von Kardiomyozyten beruht, was zu einer intrazellulären Akkumulation von Kaliumionen führt.

Als Sympatholytikum senkt ornid den Blutdruck; Es wurde zuvor als blutdrucksenkendes Mittel vorgeschlagen. Die blutdrucksenkende Wirkung drückt sich jedoch in mäßigem Maße in ihm aus.

Ornide werden für ventrikuläre Arrhythmien verschrieben: ventrikuläre Tachyarrhythmien, Extrasystolen (insbesondere mit Immunität gegen andere Medikamente).

Um Arrhythmien zu stoppen, werden sie intravenös oder intramuskulär in einer Menge von 0,1 ml einer 5% igen Lösung (5 mg) pro 1 kg Körpergewicht verabreicht. Zur Vorbeugung von Arrhythmien werden sie 2 bis 3 mal täglich intramuskulär in 0,5-1 ml einer 5% igen Lösung verabreicht.

Mit der Einführung des Arzneimittels ist eine orthostatische Hypotonie sowie eine allgemeine Schwäche, ein Gefühl von Hitze, eine Schwellung der Nasenschleimhaut, manchmal eine vorübergehende Sehbehinderung, ein Gefühl von Anspannung und Schmerzen in den Wadenmuskeln möglich.

Gegenanzeigen: akuter zerebrovaskulärer Unfall, Hypotonie, schweres Nierenversagen.

Freisetzungsform: 5% ige Lösung in Ampullen von 1 ml in einer Packung mit 10 Ampullen.

Lagerung: Liste B. Im Dunkeln.